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Im November 2025 war’s endlich so weit: Ich habe die Abschlussprüfung zum staatlich geprüften Gravity-Instruktor erfolgreich bestanden – gemeinsam mit Teresa, mit der ich vor über einem Jahr in dieses Abenteuer gestartet bin. Rückblickend war’s eine intensive Zeit, mit vielen neuen Inputs, spannenden Lernfeldern, einer großartigen Gruppe und jeder Menge Bike-Action. Wenn du wissen willst, wie so eine Ausbildung abläuft, worum’s dabei geht und was ich persönlich mitgenommen habe – dann lies weiter!

Thomas Baldermann Fahrtechniktrainer staatlich geprüfter Instruktor Gravity

Die erste Hürde auf dem Weg zum staatlich geprüften Gravity-Instruktor war die Eignungsprüfung – und die hatte es echt in sich.

Schauplatz: Leogang, Juni 2024. Ich kam direkt von einer Hochzeit am Vorabend, hatte kaum geschlafen und war ehrlich gesagt ziemlich nervös. Trotzdem: Die Vorfreude auf diesen ersten Schritt war riesig. Und zum Glück war ich nicht allein – gemeinsam mit Teresa stellten wir uns der Herausforderung.

Los ging’s mit dem praktischen Teil im Gelände: Wir mussten den Trail „Bongo Bongo“ im Bikepark Leogang fahren – ein technisch fordernder S2–S3-Singletrail. An mehreren Schlüsselstellen standen Prüfer:innen, die unser Fahrverhalten ganz genau beobachteten. Gefragt war nicht nur, heil unten anzukommen, sondern vor allem ein sicheres, kontrolliertes, flüssiges und aktives Fahren. Linienwahl, Körperspannung, Technik – alles zählte.

Im Anschluss folgte der Technikteil auf dem Übungsareal:
Im Pumptrack mussten wir zeigen, wie wir durch sauberes Pumpen über die Wellen beschleunigen und durch Steilkurven fahren. Dann stand ein Bunny Hop über ein ca. 15–20 cm hohes Hindernis an – präzise Ausführung in der Ebene war gefragt. Weiter ging’s mit einem Drop von etwa 1 bis 1,5 Metern Höhe, der sicher gesprungen und sauber gelandet werden musste, gefolgt von einem Table-Sprung mit rund 3 Metern Länge, bei dem aktives Springen mit zentraler Position im Fokus stand. Auch das Fahren durch Steilkurven mit verschiedenen Radien wurde überprüft – hier kam’s auf flüssige Linienwahl und gutes Timing an.

Die Eignungsprüfung war körperlich fordernd und mental spannend – aber auch extrem motivierend. Dank der gegenseitigen Unterstützung und der gemeinsamen Vorbereitung mit Teresa lief’s richtig gut.

Und so konnten wir am Ende des Tages glücklich sagen:
Wir sind dabei!


Im Oktober 2024 ging’s los: Kursteil 1 führte uns ins BSFZ Obertraun, direkt am Fuße des Dachsteins. Dort starteten wir nicht nur fachlich, sondern auch als Gruppe in die Ausbildung. Vom ersten Moment an war klar: Hier sind Menschen am Start, die für Gravity-Biken brennen – und ihr Wissen weitergeben wollen.

Der Fokus lag auf Kommunikation, Leiten & Führen, Methodik, Sportpädagogik und den Basics der Bewegungslehre. Besonders spannend: Wie viel es als Trainer:in ausmacht, nicht nur Technik zu vermitteln, sondern auch Verantwortung für die Gruppe zu übernehmen – sprachlich, körperlich und methodisch.

Ein zentrales Thema waren die Basic & Safety Skills: also all jene grundlegenden Techniken, die den Einstieg ins Mountainbiken sicher und kontrolliert machen. Vom Schieben und Rollern, übers Anfahren, Bremsen und Kurventechniken, bis hin zu Hindernisse überwinden, Bergauf/Bergab fahren, Schalten und sogar Tragen – alles war dabei. Und das methodisch sauber aufgebaut, meist deduktiv, also vom Zielbild ausgehend.

Wir haben gelernt, ausprobiert, reflektiert und uns gegenseitig Feedback gegeben. Und spätestens beim ersten kleinen Lehrauftritt war klar: Jetzt geht’s wirklich los.


Im zweiten Kursteil ging’s an die Bundessportakademie Innsbruck – und damit mitten hinein in die Theorie. Klingt trocken? War’s überhaupt nicht! Die Inhalte waren super spannend und vor allem praxisnah:

  • Trainingslehre & Belastungssteuerung
  • Krafttraining im Kraftraum
  • Ausdauer, Schnelligkeit & Beweglichkeit
  • Motorisches Lernen, Koordination & Sensomotorik
  • Ethik, Sportgeschichte & Dopingprävention

Hier haben wir gelernt, wie man Trainings plant, Belastungen steuert, Bewegungsabläufe analysiert und vieles mehr. Für mich als Techniktrainer war das Gold wert – es hilft enorm, zu verstehen, wie Lernen im Körper und Kopf überhaupt funktioniert.


Im Juni 2025 ging’s für uns hoch hinaus – zum dritten Kursteil im Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis. Eine Woche im Hotel direkt an der Gondel, Trail-Action satt und ein vollgepacktes Programm:

  • Fahrwerks-Setup mit Tests auf Trails – spürbare Unterschiede!
  • Betriebskunde & Rechtliches – was darf ich eigentlich als Coach?
  • Power-Skills aus dem Gravity-Fahrtechnik-Lehrweg
  • Gruppentrainings planen & umsetzen
  • Anti-Doping-Seminar der NADA Austria

Der Mix aus Theorie, Gruppenarbeit und praktischen Übungen auf den Trails war genial. Hier wurde es richtig „gravity-lastig“ – von Drops über steile Sektionen bis zum Kurvenflow war alles dabei.


Der letzte Kursteil im Herbst 2025 – zurück in Leogang, wo alles begonnen hatte. Diesmal aber als fast fertiger Instruktor.

Die Themen:

  • Trainingsplanung
  • Fahrtechniklehrweg Power-Skills für Enduro & Downhill
  • Nachwuchstraining
  • Pumptrack & Dirt
  • Bikehandling
  • Praktischer Lehrauftritt (Prüfung)

Wir haben viel reflektiert, ausprobiert, geplant und unsere Technik weiter verfeinert. Und gleichzeitig wurde klar: Das ist nicht nur irgendein Kurs – das ist der letzte Schliff auf dem Weg in die professionelle Arbeit mit Biker:innen.


Am 7. November 2025 war es dann soweit: Prüfungstag an der BSPA Innsbruck.

Die Prüfung bestand aus:

  • Mündlichen Prüfungen in Bewegungslehre, Trainingslehre & Sportbiologie
  • Besprechung des eigenen Lehrauftritts (Videoanalyse)
  • Bewertung des gesamten Ausbildungsfortschritts

Geprüft wurden wir von einem BSPA-Prüfer und einem Vertreter des Radsportverbands ÖRV. Es war intensiv, aber fair – und am Ende stand fest: Ich hab’s geschafft! Teresa übrigens auch.


Die Ausbildung war mehr als nur ein Zertifikat. Sie war eine Reise:

  • zu mehr Professionalität
  • zu neuen Menschen und Kontakten
  • zu einem tieferen Verständnis von Fahrtechnik, Lernen und Training
  • und vor allem: zu mir selbst als Coach

Ich bin stolz, diesen Weg gegangen zu sein – und noch mehr darauf, all das Wissen jetzt in meine Kurse, Camps und Reisen einfließen zu lassen. Ob Privatcoaching, Bikepark-Quickie oder Abenteuertrip: Du profitierst ab sofort von einer extra Portion Know-how – und einem ordentlichen Upgrade an Trail-Skills.

Fahrtechniktraining mit mir?

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Thomas Baldermann
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Gütesiegel „staatlich geprüft“ Reisebüro