BikeCamp Serfaus-Fiss-Ladis 2026 – drei Tage Saisonstart im Rückblick

Vom 19. bis 21. Juni war Premiere: unser erstes BikeCamp in Serfaus-Fiss-Ladis, der neue Season-Kick-off im Bikepark. Neue Gesichter, noch etwas eingerostete Bewegungen, dafür aber jede Menge Vorfreude – und drei Tage bestes Bike-Wetter. Drei Tage später standen wir alle gemeinsam am Gipfelkreuz. Aber der Reihe nach.
Tag 1: Ankommen, Bike-Check und Basics
Gestartet sind wir mit Briefing und Bike-Check in der Garage – angesichts der Hitze draußen definitiv der angenehmste Platz. Danach ging es direkt ab ins Übungsgelände. Trailfahrverhalten (Haltung, Position, Blick), Gelände lesen und Linienwahl klingen vielleicht nach trockener Theorie, bilden aber das Fundament für alles, was in den nächsten Tagen folgen sollte. Also: Sektion für Sektion, ganz in Ruhe.
Die ersten Durchgänge waren noch vorsichtig – und das völlig zurecht. Aber schon nach ein paar Runden wurden die Linien sicherer und die Bremsphasen kürzer. Bei jedem Rider war noch Potenzial vorhanden, und genau deshalb machen wir das Ganze ja.

Tag 2: Wurzelteppiche, Steine und Kurventechnik
An Tag zwei haben wir noch eine Schippe draufgelegt: Jetzt standen lange Wurzelteppiche im Wald auf dem Programm, kombiniert mit steilen, steinigen Passagen. Wir haben die Linien mit Hütchen markiert und uns voll auf Trail-Braking und die richtige Blickführung konzentriert. Was am Vortag noch Überwindung gekostet hätte, lief jetzt mit klarem Plan: anschauen, Linie wählen, fahren.
Die Mittagspause verbrachten wir gemeinsam bei einem alten Heustadel direkt am Zirbentrail – Jause auspacken, Beine ausstrecken und Kraft tanken. Mit Blick auf die noch schneebedeckten Gipfel ging es danach direkt weiter: rein in die Flowtrails über der Baumgrenze. Nach dem hochkonzentrierten Üben einfach mal laufen lassen – das ist genau die Mischung, die ein perfektes Camp ausmacht.



Dieses Prinzip zieht sich übrigens durchs gesamte Camp: Wir fressen keine stumpfen Kilometer, sondern nehmen uns gezielt einzelne Sektionen vor, analysieren sie gemeinsam, wählen Linien und fahren sie mehrfach. So wird aus einem unsicheren „Da bin ich irgendwie runtergekommen“ ein souveränes „Die Linie habe ich mir genau so ausgesucht“.


Zum Abschluss des Tages ging es ans Kurventraining auf dem Wiesenhang. Klingt im ersten Moment unspektakulär, ist aber exakt der Ort, an dem Druckaufbau und Blickführung ins Muskelgedächtnis übergehen. Den Unterschied merkt man auf den Anliegern im Bikepark danach sofort.
Am Samstagabend sind wir dann mit der gesamten Gruppe ins Dolce Vita essen gegangen. Mit dabei waren auch Sonja und Hannes vom Hotel Aurora, die uns die Zimmer und Appartements völlig unkompliziert ermöglicht haben. Ein großes Danke an euch! Solche Abende gehören zu einem Camp einfach dazu, wie die Hütchen ins Übungsgelände: Irgendwann sitzt da keine Gruppe mehr am Tisch, sondern eine Truppe.
Tag 3: Die Gipfeltour
Am dritten Tag hieß es schließlich: raus aus dem Park, rauf auf den Berg. Eine gemeinsame Tour führte uns auf den Frommes. Oben am Gipfelkreuz haben wir gejubelt, fotografiert und danach einfach eine Weile in der Sonne relaxt. Drei Tage harte Arbeit, mit einem traumhaften Panorama als Lohn.
Die anschließende Abfahrt hatte es dann noch einmal in sich: verblockt und technisch anspruchsvoll – exakt das Gelände, für das wir drei Tage lang geübt hatten. Linienwahl, Bremskontrolle, Körperposition: Plötzlich griff alles ineinander. Stück für Stück haben sich alle Rider diese Abfahrt souverän erarbeitet.



Fazit: Saison eröffnet
Drei Tage, maximal sieben Rider, sichtbarer Fortschritt bei allen – und ein Gipfel zum Abschluss. Mehr braucht ein Saisonstart wirklich nicht. Danke an die ganze Truppe fürs Vertrauen und die überragende Stimmung!
Lust aufs nächste Mal? Das BikeCamp Serfaus-Fiss-Ladis 2027 findet vom 18. bis 20. Juni statt – und die Plätze sind streng begrenzt. Alle Infos zur Anmeldung findest du auf der Seite zum BikeCamp Serfaus-Fiss-Ladis.

